Bergbahnen

Mit gewagter Ingenieurskunst zu den Elbhängen hinauf – Dresdens Bergbahnen

Der malerisch an der Elbe gelegene Stadtteil Loschwitz ist nicht zuletzt wegen seines landschaftlich beeindruckenden Elbhangs ebenso berühmt wie beliebt. Hoch oben auf dem Berg liegt der Weiße Hirsch, der von Kennern als schönstes Villenviertel von Dresden gewürdigt wird. Es ist zwar ein besonderes Erlebnis, den Elbhang zu Fuß zu erklimmen und dabei die umliegenden Häuser intensiv zu betrachten, doch bei dem immerhin bestehenden Höhenunterschied von etwa 95 Metern ist das Procedere auch recht schweißtreibend. Viel bequemer und dazu noch stimmungsvoller ist dagegen eine Fahrt mit den beiden Dresdner Bergbahnen, der Schwebebahn und der Standseilbahn. Die beiden historischen Bahnen prägen bereits seit über 100 Jahren das Erscheinungsbild des Loschwitzer Elbhangs.

Zur Zeit der Entstehung der Standseilbahn im Jahr 1895 galt dieses Projekt als Meisterwerk gelungener und zugleich gewagter Ingenieurskunst. Die Standseilbahn zählt zu den ältesten ihrer Art in ganz Europa und verbindet das Tal von Loschwitz mit dem Villenviertel Weißer Hirsch. Während der Auffahrt windet sie sich durch zwei Tunnels und überquert ein 102 Meter langes Brückenviadukt. Zwei gewaltige Zugseile verbinden die beiden Wagen miteinander, die auf ihrer Fahrt durch ein malerisches Landschaftsidyll selbst „hartgesottene“ Vielfahrer immer wieder aufs Neue begeistern.

Ganz in der Nähe des Körnerplatzes liegt die Talstation der Schwebebahn, die hinauf nach Oberloschwitz führt. Auch sie ist die älteste Bahn ihrer Art, die an einem Traggerüst hängt und in etwa vier Minuten hinauf und hinunter schwebt. Dabei eröffnet sich den Fahrgästen ein atemberaubender Blick über Dresden und das Elbtal. Die Bergstation bietet überdies noch eine kleine Ausstellung über Geschichte und Technik der Schwebebahn, die seit 1975 unter Denkmalschutz steht.

Die beiden Bergbahnen können übrigens mit Bussen, die zum Körnerplatz fahren, bequem erreicht werden. Auch die beiden Straßenbahnlinien, die zum Schillerplatz fahren, bieten sich an. Von hier aus geht es entweder mit den Bussen noch eine Station weiter oder man spaziert gemütlich über das Blaue Wunder bis zum Körnerplatz.

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