Dresden

Dresden – Italien an der Elbe und eine rundum wunderbare Stadt

„Dresden war eine wunderbare Stadt. Ihr könnt es mir glauben. Und ihr müsst es mir glauben“, formulierte Erich Kästner einst seine Liebeserklärung an Dresden. Das ist heute auch nicht weiter schwierig, so wie sich das sächsische Florenz an der Elbe wieder in seinem neu geschaffenen ursprünglichen Glanz präsentiert. Was vor nicht ganz zwanzig Jahren noch unmöglich schien, ist heute längst zum gewohnten Alltag geworden. Die sächsische Hauptstadt zeigt sich mit neu gewonnenem Selbstbewusstsein von ihrer schönsten Seite, zu der noble Villen, traumhafte Elbschlösser und das barocke Altstadt-Panorama ebenso dazugehören wie romantisch-verträumte Künstlerviertel und die schrille Szene der Dresdner Neustadt.

Die einstige sächsische Residenz, die unter August dem Starken zum barocken Juwel aufblühte, kann auf eine bewegte und ereignisreiche dresden-frauenkircheVergangenheit zurückblicken. Als der von verschwenderischer Prachtentfaltung geprägte Absolutismus von sparsameren Zeiten abgelöst wurde, zeigte Dresden, dass sich seine Vielseitigkeit nicht nur auf die Architektur beschränkte. Auch während des 19. Jahrhunderts hatte Dresden eine Vorrangstellung inne, die sich in einem Aufschwung von Gewerbe, Industrie und Wissenschaft zeigte. Die Gründung der Chirurgisch-medizinischen Akademie und der Technischen Bildungsanstalt, eine Vorläuferin der späteren TU, trug ebenso zu Ruhm und Ansehen der Stadt bei wie die Mitte des Jahrhunderts von Gottfried Semper geschaffenen bedeutenden Bauten der Synagoge, des Hoftheaters und der berühmten Semperoper.

Es bedurfte nur der zerstörerischen Kraft weniger verheerender Bombenangriffe, um diese Pracht in Schutt und Asche zu legen, ein Inferno, das viele Dresdner noch heute traumatisiert. Doch ist es der Stadt gelungen, ihre kriegsbedingten Narben mit dem Wiederaufbau in Einklang zu bringen, wofür nicht nur die aus ihren Ruinen auferstandene Frauenkirche ein beredtes Zeugnis ablegt. Neben wunderschönen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten kann Dresden auch mit vielen berühmten Persönlichkeiten aufwarten, die entscheidend am Ruhm ihrer Stadt mitgewirkt haben. Angefangen mit August dem Starken, dessen Regentschaft Dresden vieles zu verdanken hat, über den Naturphilosophen, Psychologen und begnadeten Maler Carl Gustav Carus, dessen Namen das Dresdner Universitätsklinikum stolz trägt, zu Caspar David Friedrich, dem bedeutendsten Maler der Romantik, der in Dresden lebte und starb, bis zu Erich Kästner, Gret Palucca und dem Wahldresdner Carl Maria von Weber könnte man dieser Liste bekannter Dresdner noch sehr viele weitere Namen hinzufügen.

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Und wer erst einmal Bekanntschaft mit der vielseitigen sächsischen Küche geschlossen hat, mag Elbflorenz schon aus kulinarischen Gründen nie mehr den Rücken kehren. Ob sächsisch deftig oder eine delikat-kreative Schlemmerei – Dresdens Kochtöpfe haben für jeden Geschmack die passende Leckerei parat. Während ein dunkel geschmorter Sauerbraten oder ein Gänsebraten im Winter für manche der Gipfel der Genüsse darstellt, mag für andere die sächsische Kartoffelsuppe mit Speck und Würstchen oder ein sündhaftes Stück Torte in einem der Dresdner Traditionscafés der lukullische Höhepunkt darstellen. Dazu ein Glas des hervorragenden Elbhangweins oder ein im Biergarten genossenes selbstgebrautes Bier – was will man mehr?