Gemäldegalerie Neue Meister

Gemäldegalerie Neue Meister – Romantik und Deutscher Expressionismus unter einem Dach

Wer von Dresdner Kunstschätzen schwärmt, denkt zuerst an die barocken Gemälde der Alten Meister. Doch gerade in der sächsischen Metropole brodelte und kochte es zu der Zeit des Expressionismus und anderer umwälzenden Kunstrichtungen, die auch als Revolution in Malerei und bildender Kunst bezeichnet werden können. Erst 1931 wurde die Gemäldegalerie Neue Meister ein selbstständiges Museum im Albertinum und barg bedeutende Werke der Dresdner Kunstgemeinschaft „Brücke“ und des Kubismus, die jedoch als „entartete Kunst“ entfernt wurden und in dunklen Kanälen verschwanden.

©SueShi | Pixelio

Die Neuen Meister bieten nicht nur moderne Malerei des 20. Jahrhunderts, auch Werke der Romantik, des Klassizismus und der Spätromantik, bis zum Impressionismus in seinen verschiedensten Formen können in den hohen und weiten Räumen des Albertinums bestaunt werden. Stolz ist Dresden auf seine Gemälde von Caspar David Friedrich und die des Spätromantikers Ludwig Richter. Die französischen Impressionisten sind mit Monet, Degas und Manet vertreten, Kirchner, Schmidt-Rottluff und Nolde halten mit deutschem Expressionismus dagegen.

Für die Zeit zwischen den Weltkriegen sticht das Triptychon von Otto Dix hervor. Das dreiteilige Gemälde „Der Krieg“ bedarf keiner weiteren Erläuterungen über die Schrecken des Ersten Weltkriegs. Ebenfalls beklemmend beeindruckend ist das Triptychon „Das Tausendjährige Reich“ von Hans Grundig, das zwischen 1935 und 1938 gemalt, fast prophetisch voraussah, was sich tatsächlich ereignete.
Die Galerie Neue Meister ist ein erfrischender Kontrapunkt zu den Alten Meistern in der Sempergalerie – doch eigentlich sind beide Ausstellungen nicht miteinander vergleichbar.

Foto: SueShi | Pixelio

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