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Geschichte Dresdens – von der Hafensiedlung zur barocken Residenzstadt

Dresden kann auf eine bewegte und wechselvolle Vergangenheit zurückblicken. Als slawische Siedlung am Elbufer gegründet, gehörte das damalige „Nisani“ noch zur Mark Meißen. Bereits in der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Kirche St. Maria als Zentrum der Siedlung erwähnt – die spätere Frauenkirche. Eine Burg kam hinzu, Straßen wurden angelegt, von denen die Frankenstraße, die von Nürnberg nach Krakau führte, wohl die bedeutendste war. Mit Beginn des 13. Jahrhunderts tauchte erstmals der Name „Dresdene“ auf; langsam nahm die Stadt ihre bis heute teilweise noch erkennbaren Formen an. 1292 wurde Dresden das Stadtrecht verliehen, fast hundert Jahre später ließ Markgraf Wilhelm I. die vorhandene Burg auf dem heutigen Schlossareal in eine eindrucksvolle Residenz ausbauen.

Durch eine Aufteilung Sachsens auf die Wettiner Brüder Ernst und Albrecht wurde Dresden zur Residenz der albertinischen Linie, was der Stadt enormen Aufschwung in den Bereichen Handel und Kultur brachte. Die Stadt blühte auf, um durch einen verheerenden Brand 1491 grausam zurückgeworfen zu werden.
Der Erwerb der Kurwürde Mitte des 16. Jahrhunderts bereitete Dresden endgültig den Weg zu Macht, Größe und Einfluss weit über Sachsens Grenzen hinaus. Der wohl bekannteste und schillerndste sächsische Kurfürst war August der Starke, der Dresden Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts mit seinen Baumaßnahmen maßgeblich prägte. Kein späterer Herrscher kam auch nur annähernd an die Popularität und die Vielfalt an Legenden heran, die sich um diesen pracht- und genussliebenden Kurfürsten und polnischen König sammelten.

Während des Siebenjährigen Kriegs mit Preußen wurde Dresden belagert und war heftigem Kanonenfeuer ausgesetzt. Durch den Einfluss Napoleons wurde Sachsen zum Königreich erklärt, der das Land als Verbündeten in seinem Rheinbund benötigte. Die Revolution 1848 ließ berühmte Männer wie Richard Wagner, dem damaligen Hofkapellmeister der Semperoper, auf die Barrikaden klettern. Diese Eskapade bekam ihm nicht, er musste bei Nacht und Nebel aus Dresden fliehen. Die sächsischen Könige zeichneten sich überwiegend durch ihre Volksnähe und wenig kriegerischen Neigungen aus. Der letzte König der Sachsen soll nach Ende des Ersten Weltkriegs mit einer gewissen Erleichterung den berühmten Satz gesprochen haben: „Macht doch euern Dreck alleene!“.

Den Zweiten Weltkrieg überstand Dresden relativ unbeschadet, bis zu den verheerenden Angriffen am 13. bis 15. Februar 1945, welche die Stadt in ein Flammenmeer und anschließend in eine apokalyptische Trümmerwüste verwandelten. Heute sieht man Dresden zwar noch seine Narben an, doch der Stadt ist es gelungen, ihre einstige Schönheit zurückzugewinnen, wenngleich die Nachkriegszeit ebenfalls ihre Spuren hinterlassen hat.

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