Kronentor

Kronentor Dresden ZwingerDas Kronentor ist wohl der am meisten bewunderte Teil des Zwingers und zugleich eines der Wahrzeichen Dresdens. Mit seiner zwiebelförmig gewundenen Dachhaube ragt es aus der Langgalerie am Zwingergraben heraus und bietet besonders bei Sonnenschein mit seinem blauen Kupferdach und der vergoldeten Krone einen ganz besonders prächtigen Anblick. Vier vergoldete polnische Adler flankieren die Königskrone; es existiert jedoch auch das Gerücht, dass die goldenen Greifvögel auch deutsche Kaiseradler darstellen sollen, da sich August der Starke für kurze Zeit Hoffnungen auf den Kaiserthron machte.

Das blaue Kupferdach repräsentiert die Farben des Hauses Wettin, des Geschlechts der sächsischen Fürsten und Regenten. Wie auf den übrigen Gebäuden des Zwingers ist auch der Triumphbogen um die Turmzwiebel mit mythologischen Skulpturen geschmückt. Die vier Jahreszeiten schauen in Lebensgröße auf die Besucher herab und Ceres, Flora, Bacchus und Vulkan tummeln sich ebenso auf dem antiken Bilderbogen. Ceres und Vulkan stammen übrigens von Meister Permoser selbst und die ebenfalls von ihm geschaffenen Figuren Venus und Amor im Obergeschoss kamen erst später hinzu, da Permoser für sie ursprünglich einen anderen Standort vorgesehen hatte.

Zu beiden Seiten des Kronentors erstrecken sich die Langgalerien, die das Tor mit den Eckpavillons und Bogengalerien verbinden. Bei den Langgalerien sind besonders die mit viel Fantasie gestalteten Brunnen und die von Faunen gestützten vorkragenden Konsolsteine zu erwähnen. Dieser Teil des Zwingers steht ein wenig schräg auf der Zwingergrabenmauer, der ursprünglichen Dresden Zwinger kronentorFestungsmauer, da ansonsten die vorgegebenen Baufluchten nicht eingehalten werden konnten. Kritiker beanstanden das im Jahr 1913 gegenüber den Langgalerien errichtete Schauspielhaus, da das etwas plump und kastig wirkende Gebäude die Wirkung des im italienischen Hochbarock erbauten Kronentors beeinträchtigen würde.

Foto: Anja Künkel

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