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Dresden Loschwitz – auch Schiller fand es hier am schönsten
Prachtvolle Barockbauten und elegante Flaniermeilen sucht man hier vergebens: Loschwitz, das in großen Teilen seinen malerischen und dörflichen Charme bewahrt hat, gilt als der schönste Stadtteil Dresdens. Das ehemalige Fischerdorf zieht sich den Elbhang hinauf und war schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts ein beliebter Wohnort wohlhabender Bürger und vor allem Künstler und deren Mäzene. So ist es nicht verwunderlich, dass schon Friedrich von Schiller in der nach ihm benannten Schillerstraße bei seinem Freund Körner (Körnerplatz!) wohnte und dort seinen „Don Carlos“ geschrieben haben soll. Das Schillerhäuschen, in dem das Kunstwerk entstanden ist, liegt direkt an der Straße und kann während der Sommermonate besichtigt werden. Doch auch andere bedeutende Künstler, wie Mozart, Goethe, Kleist und Novalis trafen sich im Sommerhaus der Familie Körner.
Webtipp: Hochzeitsportal
Unterhalb des Körnerplatzes liegt das eigentliche Altloschwitz, das Herz dieses von Künstlern zu allen Zeiten begehrten Wohnviertels. In der Friedrich-Wieck-Straße, die nach dem Vater der Pianistin Clara Wieck, der späteren Ehefrau des Komponisten Robert Schumann benannt wurde, stehen wunderschöne kleine Fachwerkhäuser, die sich dicht aneinander drängen, als suchten sie Schutz vor den im Laufe der Zeit immer wieder heranflutenden Wassermassen der Elbe. Hier findet man winzige Läden mit Kunsthandwerk, Biergärten direkt an der Elbe und kleine, feine Kneipen und Restaurants, die weitgehend vom Touristenrummel verschont geblieben sind. Loschwitz ist ein Insidertipp für Einheimische und Dresden-Kenner, der nur zögerlich an „Ortsunkundige“ weitergegeben wird. Hier findet auch der wunderschöne Elbhang-Weihnachtsmarkt statt, der abseits von lautem Kommerz und aus Lautsprechern dröhnender Dauerbeschallung seinen zwar dicht gedrängten, doch dabei individuellen und beinahe familiären Verlauf nimmt.

Mit der Schwebebahn kann man die auf dem Hang liegenden Gebiete von Loschwitz erreichen, einem bevorzugten und sehr teuren Dresdner Wohnviertel. Die am Körnerplatz gelegene Standseilbahn fährt ihre Passagiere hoch zum Weißen Hirsch, einem nicht minder mondänen Viertel mit herrlichen Villen und großer Vergangenheit.