Wer in den späten Abendstunden in Dresden einen Blick vom linken Elbufer über den Fluss wirft, wird vom atemberaubenden Anblick der Brühlschen Terrasse und der Frauenkirche begeistert sein.
Aber Dresden hat mehr zu bieten als das Panorama der geschichtsträchtigen Altstadt. Mit seinen zahlreichen Museen wartet es mit Kultur und Wissenschaft aller Couleur auf. 40 Museen laden zum Besuch ein und vermitteln Wissen und Geschichte. Neben dem Grünen Gewölbe, das 2006 wieder eröffnet wurde, sind die Galerie Neue Meister und die Gemäldegalerie Alte Meister die wohl bekanntesten. Die reichen Schatzkammern des Grüne Gewölbe genießen Weltruf. Die berühmten Sammlungen der wettinischen Fürsten, die vom Reichtum und Kunstsinn des Hauses Wettin zeugen, versetzen die Besucher mit ihrer Fülle an barocker Pracht in Staunen.
Auch die Gemäldegalerie Alte Meister ist weit über die Grenzen Europas bekannt. Besonders die italienischen Maler der Renaissance bis zu den Malern des Manierismus und Barock bilden hier den Mittelpunkt. Aber auch Meisterwerke der altdeutschen, altniederländischen, holländischen und flämischen Malerei haben ihren Platz gefunden. Spanische und französische Künstler komplettieren die einmalige Sammlung.
In der Galerie Neue Meister sind Werke ab den 19.Jahrhundert bis zur heutigen Zeit zu finden. Der einzigartige Bestand an Kunst der deutschen Romantik gehört zu dem größten Besuchermagnet. Die Werke des Impressionismus und Expressionismus findet man ebenso wie klassische Moderne und Kunst der Gegenwart.
Neben Prunk und Glanz hat Dresdens Museenlandschaft aber noch viel mehr zu bieten.
Im Deutsche Hygiene-Museum ist seit 1930 der erste gläserne Mensch zu bewundern. Das einzigartige Wissenschaftsmuseum wurde 1912 gegründet. Der Mensch steht im Mittelpunkt in der Dauerausstellung „Abenteuer Mensch“. Aber auch Sonderausstellungen zu wissenschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Thematiken stehen auf dem Programm des Museums. Das 1875 gegründete Museum für Völkerkunde beherbergt in seinen Beständen Gegenstände aus aller Welt. 90.000 Objekte kann man im Museum bewundern. Neben wertvollen Stoffen und reich verzierten Waffen aus fernen Ländern gehören auch Dinge des Alltags, rituelle und religiöse Relikte und Werkzeuge aus fremden Kulturen zum Inventar der Ausstellung.
Der Mensch hat schon immer Mittel und Wege gefunden, sich schneller fort zu bewegen. Ob Kutsche, Auto, Eisenbahn oder Luftfahrzeug, das Verkehrsmuseum beheimatet die technischen Errungenschaften aus dem Verkehrswesen. Auch Kuriositäten wie das dreisitzige Motorrad und das dreirädrige Phänomobil kann man entdecken.
Zum Verweilen und Entspannen lädt ein besonderes Museum ein – der Botanische Garten. 1893 eröffnet, gibt er einen einmaligen Einblick in die Welt der Flora. Sein ständig wechselndes Gesicht im Freigelände und den Schaugewächshäusern verdankt er den 10.000 Pflanzenarten aus aller Welt.
Neben all diesen berühmten Sehenswürdigkeiten laden aber auch noch viele kleine Museen zum Verweilen, Entdecken und Staunen ein.


