Neue Dresdener Feuerwehr Citywache

Es brennt in Dresden – den Verantwortlichen schon lange unter den Nägeln. In wenigen Monaten kann aufgeatmet werden: Die neue Citywache der Feuerwehr wird im August 2012 bezogen. Damit erhält die Berufsfeuerwehr der Stadt die nunmehr fünfte Wache. Neben den Standorten in Übigau (Zentrale), Neustadt, Löbtau und Striesen fand der Neubau zentrumsnah seinen Platz an der Strehlener Straße/Ecke Franklinstraße in der Südvorstadt. Hinzu kommen weitere 22 Standorte der freiwilligen Feuerwehren.
Vor gut zwei Jahren begann der Bau, der insgesamt etwa elf Millionen Euro kosten wird. Derzeit sind zahlreiche Gewerke mit dem Innenausbau beschäftigt.

Schauen wir uns einmal um: Ein langgezogener Flachbau mit 150 Meter Länge bietet auf einer Nutzfläche von rund 3700 Quadratmetern Platz für die Rettungswache, das Führungs- und Lagezentrum sowie ein Brandschutzerziehungszentrum. An einer der Stirnseiten reckt sich der Trockenturm in die Höhe. Auf dessen Dach steht noch ein Riesen-Antennenmast. Die Fassade des Gebäudekomplexes zeigt sich natürlich in einem roten Farbton.

In der Fahrzeughalle wird mit Inbetriebnahme ein kompletter Löschzug stehen. Zu diesem gehören ein Kommandowagen, das Vorauslösch- und Hilfeleistungsfahrzeug sowie eine Drehleiter. Hinzu kommen eine Reihe Spezialfahrzeuge als Wechsellader oder mit Abrollbehältern. 76 Feuerwehrleute werden hier ihren Dienst tun. Speziell für sie gibt es eine Kantine, Fitnessraum, Schlafräume und auch eine große Terrasse. Und wie nicht anders zu erwarten: Rutschstangen, um schnellstens vom Obergeschoss zu ihren Feuerwehren zu gelangen.

Neben diesen stehen die Fahrzeuge der integrierten Rettungswache, also Notarzt- und Rettungswagen. Schauen wir nochmals eine Etage höher. Das Führungs- und Lagezentrum nehmen fast 240 m2 ein. In der Hälfte davon wird das schon erwähnte Brandschutzerziehungszentrum unterkommen. Erstmals in Dresden kann damit eine Gefahrenaufklärung erfolgen. Des Weiteren erhält der Dresdner hier Informationen zur Selbsthilfe z. B. für den Katastrophenfall – erinnert sei in diesem Zusammenhang an das Jahrhunderthochwasser in der Stadt 2002. Die Mädchen und Jungen aus Kindergärten und Schulklassen werden bei ihren Besuchen hier in diesen Neubauimmobilien sicher viel zu Staunen bekommen und vieles Neues erfahren.

Anfang Juli bereits zieht der Rettungsdienst ein. Einen Monat später dann die Kameraden der Feuerwehr. Ihr Einsatzgebiet umfasst rund 31 Quadratkilometer, in denen etwa 100.000 Dresdner leben. Dazu gehört das Stadtzentrum mit seinen vielen neuen Bauten, ebenso wie die nahe gelegene Technische Universität. Mit der Inbetriebnahme verbessern sich die gleichzeitig die einzuhaltenden Hilfsfristen – also die Zeitspanne von der Meldung eines Ernstfalles bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vor Ort.

Foto: caseaplace | sxc.hu

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