Porzellansammlung

Dresdener zwinger SemperbauDie Porzellansammlung – das „Weiße Gold“ Augusts des Starken

Durch den Glockenspielpavillon mit seinen Porzellanglocken gelangt man zu einer der wertvollsten Ausstellungen des Zwingers – der Porzellansammlung. Bereits August der Starke mit seiner unersättlichen Lust auf kostbares und damals fast unerschwingliches Porzellan legte den Grundstein für die bedeutendste und größte Sammlung der Welt.

Das Museum erstreckt sich über den gesamten südwestlichen Pavillon sowie die Bogengalerie und enthält mit etwa 20.000 Einzelstücken eine einzigartige und zugleich die umfangreichste keramische Spezialsammlung, die allein der Sammelleidenschaft des großen sächsischen Herrschers zu verdanken ist. August selbst nannte seine Leidenschaft für das ebenso kostbare wie leicht zerbrechliche Material einmal ironisch „maladie de porcelaine“ – Porzellan-Krankheit -, doch unternahm er nicht die geringsten Anstrengungen, um sich von dieser Krankheit kurieren zu lassen, im Gegenteil. Die Ausstellung der Exponate ist im großen Ganzen die gleiche geblieben, wie sie August der Starke höchstselbst für sein Porzellanschloss im Japanischen Palais vorgesehen hatte.

Der Eingang des Museums wird von zwei der legendären Dragonervasen flankiert, die August bei Friedrich Wilhelm I. von Preußen gegen 600 seiner berittenen Soldaten, den Dragonern, eingetauscht hatte. Chinesisches Porzellan aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. bis zur Ming-Dynastie sowie frühe japanische und koreanische Keramik des 16. bis 18. Jahrhunderts gehören ebenfalls zu der beeindruckenden Sammlung wie das kostbare Meißner Porzellan aus der Anfangs- und Blütezeit der nahe bei Dresden gelegenen sächsischen Manufaktur.

Gezeigt werden nicht nur besonders gelungene Stücke des „Weißen Goldes“, sondern auch die Geschichte von den ersten Versuchen der Porzellanherstellungen bis zu den Meisterwerken wie dem berühmten, für den Grafen von Brühl gefertigten Schwanenservice wird den Besuchern auf sehr eindrucksvolle Weise nahegebracht. Die Porzellansammlung, die seit 1962 ihren Platz im Zwinger hat, beeindruckt seit 2006 mit ihrer nach Originalkonzepten aus dem Jahr 1735 prächtig ausgestatteten und neu eröffneten Ostasiengalerie.

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