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Radebeul – Dresdens idyllischer Wilder Westen

Radebeul ist der vornehmste Vorort Dresdens. Elegante Villen, die sich entlang der Weinberge aneinander reihen, die herrliche Hanglage und ehemalige Kuranlagen gaben ihm den Beinamen „Sächsisches Nizza”. Hierher zog es wohlhabende Dresdner Bürger, Beamte und Fabrikanten, die sich ihren Alterssitz etwas abseits der geschäftigen Stadt suchten. Die idyllische Lage entlang der Elbe mit den Weinbergen der Lößnitz zog schon früher viele Urlauber und Kurgäste an. Bei einem Spaziergang durch Radebeul kann man anhand der Villen und schlossartigen Gebäuden durchaus noch erkennen, was diesen Ort zu einem begehrenswerten Alters- oder Feriendomizil machte.

Richtig berühmt wurde Radebeul jedoch nicht durch seinen Wein, sondern durch Abenteuer in fernen Ländern. Karl May, der bei vielen Generationen beliebte Schriftsteller und Erfinder unsterblicher Figuren wie Winnetou, Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi lebte und arbeitete in Radebeul. Bis zu seinem Tod 1912 lebte May in der Karl-May-Straße 5 in seinem Haus, das er – wie auch sonst – „Villa Shatterhand” nannte. In dieser Villa und der nebenan stehenden Blockhütte, der „Villa Bärenfett” ist das Karl-May-Museum untergebracht, in dem täglich viele Besucher dem Leben des berühmten Schriftstellers auf der Spur sind. Während die „Villa Bärenfett” eine interessante Indianerausstellung zeigt, sind im ehemaligen Wohnhaus Möbel, Dokumente, die Bibliothek und natürlich der Schreibtisch des Meisters untergebracht. Die Karl-May-Tage, die seit Anfang der 90er Jahre kurz nach Himmelfahrt hier stattfinden, ziehen alljährlich viele Touristen und Karl-May-Fans nach Radebeul. „Echte” Indianer aus Kanada und den USA führen traditionelle Zeremonien vor, dazu gibt es Deftiges vom Grill und aus dem Kessel.

In Radebeul gibt es weiterhin das beeindruckende Rathaus, das Weinbaumuseum und Schloss Wackerbarth, das heutige Sächsische Staatsweingut zu besichtigen.

Foto: Dietmar Grummt | Pixelio.de

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