Schloss Schönfeld

An der Stelle, an welcher einst eine mittelalterliche Wasserburg manifestiert war, entstand im 16. Jahrhundert das unter dem heutigen Namen bekannte Schloss Schönfeld bei Dresden. Die Burg stand einst im politischen Kern der Grundherrschaft. 1543 erwarb der Hofbaumeister Hans von Dehn-Rothfelser die Burg und gab ihr das Antlitz eines wahren Renaissanceschlosses. Es gilt bis zum heutigen Tage als eines der best erhaltenen Renaissanceschlösser in der sächsischen Region und ist neben der Frauenkirche, der Semperoper und dem Zwinger eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Dresden.

Unmittelbar neben dem Schloss, eingebettet in Wassergräben und dem Schlossteich, befindet sich einerseits die Kirche sowie auch der Wirtschaftshof. Seine dreigeschossige Bauform wird durch drei sogenannte Zwerchhäuser geprägt. Dieser ein- oder auch mehrgeschossige repräsentative Aufbau befindet sich auf der geneigten Dachseite und verfügt über ein eigenes Dach und einen Giebel. 1568 ging das Rittergut schließlich in den Besitz von Georg Cracow über, dessen Wappen noch heute über dem Eingangsportal des Schlosses bewundert werden kann. Seine Freude am Schloss währte jedoch nicht lange, da er als Anhänger des Calvinismus bezichtigt wurde und während seiner Haft verstarb. In den folgenden zwei Jahrhunderten wechselte Schloss Schönfeld noch diverse Male den Besitzer und diente letztendlich als Sitz des Finanzgerichtes.

Nach Auflösung des königlichen Gerichtsamtes 1871 ging das Prachtbau in Privatbesitz über bis es schließlich 1945 in Volkseigentum fiel. In den Zeiten der damaligen DDR beherbergte das Chateau einen Kindergarten, eine Bücherei und war ferner Sitz der Dresdener Zeitungsredaktion „Tageszeitung für die deutsche Bevölkerung“. Im Jahr 2005 bezog ein Verein für Zauberkünstler einige Räume des Schlosses. Zaubershows sowie die Besichtigung eines Zaubermuseum werden hier gegenwärtig vom Magischen Zirkel Dresdens angeboten und geben Schloss Schönfeld somit den charakteristischen Beinamen: Das Zauberschloss.

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