Turmkreuz

Symbol für Freundschaft und Völkerverständigung – das Turmkreuz der Frauenkirche

Als am 13. Februar 2000, dem 55. Jahrestag der Zerstörung Dresdens, das neue Turmkreuz durch den Herzog von Kent feierlich an die Stiftung Frauenkirche übergeben wurde, bedeutete dies nicht nur eine großzügige Schenkung, sondern eine Geste von großer Symbolkraft und Ausdruck des Dialogs zwischen den einstigen Gegnern. Heute krönt das dem Original aus dem 18. Jahrhundert nachempfundene Kreuz die Frauenkirche und funkelt weithin sichtbar im Glanz der Sonne.

Das Turmkreuz wurde durch den britischen „Dresden Trust“ finanziert und seine Herstellung erfolgte nach Plänen aus Dresden in der Londoner Silberschmiede Grant McDonald. Das goldene Kreuz wurde vom Sohn eines der englischen Bomberpiloten geschmiedet, die 1945 die Frauenkirche und die Stadt zerstörten. Anlässlich des Staatsbesuchs von Bundespräsident Roman Herzog auf Schloss Windsor am 1. Dezember 1998 wurde das fertige Turmkreuz erstmals öffentlich präsentiert.

Anschließend reiste es durch verschiedene Städte Großbritanniens und wurde u.a. in den Kathedralen von Coventry, Liverpool, Edinburgh und in der St. Pauls-Kathedrale in London ausgestellt, bis es 2000 an Dresden übergeben wurde. Das Turmkreuz stand mehrere Jahre an verschiedenen Stellen der Baustelle, bis es am 22. Juni 2004 zusammen mit der neuen Turmhaube auf die Kuppel der Frauenkirche gesetzt wurde, wo es als weithin sichtbares Zeichen für Freundschaft und Versöhnung seine symbolische Wirkung ausstrahlt. Das alte Kreuz wurde im Innern der Kirche aufgestellt, nachdem es am 15. Februar 1945 aus 92 Meter Höhe herabstürzte und jahrelang unter Trümmern verborgen lag.

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