Moritzburg, Sächsische Schweiz, Schloss Weesenstein und Stolpen
Dresdens beeindruckende und großartige Umgebung
Kaum eine andere Großstadt kann mit einer derart reizvollen und abwechslungsreichen Umgebung aufwarten wie Dresden. Ob gleich am Stadtrand in der Dresdner Heide oder ein wenig außerhalb in der „Karl-May-Stadt“ Radebeul, die Vielfalt an Ausflugsmöglichkeiten macht eigentlich nur eines schwer – die richtige Wahl zu treffen, um alle Sehenswürdigkeiten der näheren und weiteren Umgebung gebührend zu besichtigen. So zählen Attraktionen wie das barocke Gartenkunstwerk Großsedlitz, wo einst August der Starke höfische Feste feierte und die Gartenstadt Hellerau mit ihren berühmten Möbelwerkstätten praktisch noch zum Stadtgebiet von Dresden.
Auch das im idyllischen Müglitztal gelege Schloss Weesenstein ist ein beliebtes Ausflugsziel, das bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. In dem bezaubernden Schlossgarten fühlt man sich sofort an Grimms Märchen erinnert, während das Schloss selbst mit einem gemütlichen Café und einer interessanten Führung lockt. Mit der S-Bahn gelangt man rasch in die Porzellanstadt Meißen, die neben ihrem längst weltberühmten „Weißen Gold“ auch eine malerische Altstadt mit dem beeindruckenden gotischen Dom und der alles beherrschenden Albrechtsburg auf dem Burgberg zu bieten hat.
Ebenfalls sehr geschichts- und auch schicksalsträchtig geht es in dem etwa 20 Kilometer von Dresden gelegenen Städtchen Stolpen zu, wo einst die berühmteste Mätresse Augusts des Starken, die Gräfin Cosel, in der gleichnamigen Burg schmachtete. In dreizehn historischen Burgräumen und einem verwirrenden Keller- und Verliessystem erhält man interessante Einblicke zur Burg- und Stadtgeschichte. Die Hauptattraktion der Burg ist der als Coselturm bekannte Johannisturm, in dem die im Alter von 36 Jahren verbannte Gräfin ganze 49 Jahre eingekerkert saß. Sehenswert sind auch die wie Orgelpfeifen angeordneten Basaltformationen an der Westseite der Burg sowie der mit 82 Meter tiefste Basaltbrunnen der Welt.
Auch Moritzburg, dessen Jagd- und Lustschloss ein beliebter Aufenthaltsort des sächsischen Hofes war, sollte man genügend Zeit widmen. Am romantischsten erreicht man diesen Vorort von Dresden mit dem „Lößnitzdackel“ der dienstältesten Schmalspurbahn Sachsens, die von Radebeul aus, vorbei am Schloss Hoflößnitz zum Landschaftsschutzgebiet der Moritzburger Teiche bis nach Moritzburg hinein führt. Das weithin in Ocker und Weiß erstrahlende Schloss Moritzburg bildet mit seinen ausgedehnten Garten- und Parkanlagen ein einzigartiges Gesamtkunstwerk, das selbst nach mehreren Besuchen immer wieder Ehrfurcht hervorruft. Die Räume des Schlosses sind ein einziges großes Barockmuseum, in dem das berühmte Federzimmer Augusts des Starken die Hauptsehenswürdigkeit darstellt.
Durch den Waldpark gelangt man zum idyllischen Fasanenschlösschen, auf dem alljährlich ein Storchenpaar seine Jungen aufzieht, bis zum kleinen Hafen am See mit Leuchtturm und Mole, wo zu höfischen Zeiten unterhaltsame „Seeschlachten“ stattfanden. Natur- und Wanderfreunden sei die einzigartige landschaftliche Schönheit der Sächsischen Schweiz empfohlen, die nicht zuletzt durch die berühmten und stimmungsvollen Gemälde von Anton Graff und Ludwig Richter schon in der deutschen Romantik bekannt wurde. Das Elbsandsteingebirge mit seiner wildromantischen bizarren Felsformationen zählt zu einem der attraktivsten Touristenziele Deutschlands.






